So verloren die Volksversammlungen ihre gesetzgeberischen Befugnisse weitgehend, denn leges und plebiscita wurden mit Augustus und seinen Nachfolgern kaum mehr eingesetzt. Zu den Kodifikationen: Das Gesamtwerk des später so genannten Corpus iuris civilis umfasste – unter weiteren Werken – den Codex Iustinianus. Vornehmlich die marxistische Forschung betont, dass Verfallselemente in der fehlerhaften Bewirtschaftung der Produktionsmittel lagen, insbesondere seien in diesem Sinne der zunehmende Verlust von gemeinschaftlichem Grundeigentum und die brutale antike Sklavenhaltung zu nennen. So wird entgegengehalten, dass Flaig den staatsrechtlichen Begriff verzerre, wenn er für seine Definition widerspruchsfreie Kompetenzabgrenzungen und Legitimität zu staatlichem Handeln fordere. Ausführungen von Cassius Dio gelten als weitgehend bedeutungslos, da die sich auf die Königszeit beziehenden Bücher – bis auf wenige Bruchstücke – verloren sind. Diese befehligten außerdem die Palastgarde und die Staatspolizei. Beachtung verdient noch die Epitome Iuliani, eine Einführungsvorlesung des Rechtslehrers (antecessor) Julian zu einer Sammlung mit 124 Novellen. [98], Auch die Komitien und das concilium plebis verloren im Prinzipat an Bedeutung. Die Aufzeichnung selbst verdingt sich der Wahrung des Rechtsfriedens. Letzteres repräsentierte sich durch „Königsgesetze“, die leges regiae. Auch Caesar wurde Diktator mit vielen außerordentlichen Vollmachten. Diese rekrutierten sich jeweils aus Familien gemeinsamer Abstammung. Das Christentum war bereits Staatsreligion geworden, als um die Wende zum 5. Chr.) Auch die Volksgemeinde nahm einen Teil des Kompetenzverlustes der Magistratur auf und verantwortete eigene politische Rechtskompetenzen. Ihrer Oberaufsicht unterlagen die gesamte Zivil- und Militärverwaltung, die Gerichts- und Gesetzeshoheit, das Recht zur Senatorenernennung und die Kompetenz zur Einberufung von Senat und Volksversammlung. Um 242 v. Chr. So stießen zivile und öffentliche Aufgabenstellungen in einer Funktion genauso aufeinander, wie gesetzgeberische und verwaltende Tätigkeiten. Mommsen-Forscher Stefan Rebenich beschreibt ein Selbstbild des Senats als den „besseren Teil der Menschheit“ (pars melior humani generis). Die Zenturiatsversammlungen verhandelten auf dem Marsfeld und damit außerhalb der Stadtgrenzen. Die Frage ist nun, wie er zu diesem Urteil GENAU gekommen ist. von zwei Konsuln aus. [161] Die gesellschaftliche Mobilität war in der Spätantike zudem sehr hoch; in der neueren Forschung wird sie als die höchste in der gesamten römischen Geschichte angesehen.[162]. An Kindes statt rechtmäßig zum Kaiser gekürt, bestiegen so Trajan, Hadrian, Antoninus Pius und Marc Aurel den Kaiserthron („Zeitalter der Guten Kaiser“). Direkt dem Kaiser unterstellt waren die Prätorianerpräfekten. Die rhetorische Konstruktion von Konsens in der römischen Republik, in: Genesis und Dynamiken der Mehrheitsentscheidung, hg. Begrifflich leitet sich der Prinzipat von lateinisch „princeps“ („der Erste“) ab. Jahrhundert war die Rolle des Senats davon geprägt, dass er seine eigenen Standesinteressen pflegte, aber auch in die kaiserliche Politik und Verwaltung eingebunden war. Kriegsgeneräle griffen die Gelegenheit beim Schopf und buhlten um kaiserliche Würden. Sie war aristokratisch geprägt und bezog zunehmend demokratische Züge mit ein. zeichnete sich der politische und wirtschaftliche Niedergang des Reiches deutlich ab. Seiner Auffassung nach habe der Senat „neben dem Recht bestanden“.[63]. Additional Physical Format: Online version: Bleicken, Jochen, 1926-2005. Jede Zenturie verfügt bei Abstimmungen über eine Stimme, so dass die 18 Ritterzenturien (Reiter) und die 8o Zenturien der 1. Bis zur Regentschaft Claudius’ hatte der Senat sich meist noch nicht auf den Prinzeps bezogen. [157] Privates Vermögen lag in den Händen einer relativ kleinen Oberschicht. Danach repräsentierte von 753 bis 510/509 v. Chr. Unter den Folgekaisern glückte das zunehmend weniger und wachsender Kontrollverlust über die Truppen war zu beklagen. Parallel zu diesem Vorgehen wurde dem Senat seine Einflussnahme auf Nachfolgeordnungen genommen. [29], Die politische Macht des Königs hatte damit einen sakralen Ursprung. [68] Die lex Aquilia (286 v. Chr. Endgültig aber sorgte erst Theodosius der Große mit seiner Amtszeit (380–391 n. Für seine bis zur Unfähigkeit reichenden Schwäche aber, einen Systemwechsel von der Republik zur Kaiserzeit konstruktiv zu begleiten, trage er volle Mitverantwortung. Damit nicht genug. Nach heutigem Verständnis bildet sie den Rechtfertigungsgrund für jedwedes Herrschaftssystem. [34] Die „gentes“ stellten auch die Volksversammlung, die in 30 Sakralverbände untergliedert war, die sogenannten Kurien. Article Jochen Bleicken, Die Verfassung der römischen Republik. Die republikanische Kasse (aerarium) verlor an Bedeutung, die des Kaisers (fiscus) wurde rege eingesetzt. Der als zurückhaltend und bescheiden geltende Begründer der flavischen Dynastie, Vespasian, verfolgte mit seiner pax Flavia (fiskalische) Sicherheitspolitik nach innen. Nach dem Ende der Ständekämpfe um 350 v. Chr. Eine Liste von senatus consulta (SCC) ist enthalten in Richard J. und dem 7. Erschwerend kommt hinzu, dass in der römischen Frühzeit überhaupt nur wenige schriftliche Werke geschaffen wurden und diese weitgehend bei der Eroberung Roms durch die Gallier 390 v. Chr. Die Namen der tribūs sind etruskischen Ursprungs, weswegen angenommen wird, dass deren Ordnungsschema zu den ersten Akten einer Staatsorganisation in Rom zählt. Sanktionen bei Eheverstößen und Heiraten außerhalb des Standesrechts wurden mit der lex de adulteriis coërcendis und der lex de maritandis ordinibus geregelt. Dessen Söhne sollen nach Livius den Mord am Etrusker L. Tarquinius Priscus in Auftrag gegeben haben, um den „Usurpator“ beseitigt zu wissen, denn sie sahen sich als die legitimen Nachfolger des Vaters. Als Leistung von Bedeutung ist die Einrichtung einer schlagkräftigen Reichsverwaltung hervorzuheben. DOI 10.1515/hzhz-2015-0195 593 Aufsätze Die Ordnung der Römischen Republik von Christian Meier Der Universität Salzburg zum Dank Die Ordnung der Römischen Republik 1 ist, wie man weiß, nicht in einem Akt gesetzt worden, also etwa in Form einer Verfassungsgebung, wie sie in den Staaten der Neu- Problematisch war stets das Nachfolgeproblem in Sachen Regentschaft. Schließlich war jeder Magistrat noch ermächtigt, die Maßnahmen seines Kompetenzbereiches bekanntzugeben, die während seiner Amtsperiode verbindlich werden würden. [160], Trotz gesetzlicher Beschränkungen waren die reellen, in den Quellen fassbaren Auswirkungen auf die Gesellschaft wohl weniger dramatisch, als in der älteren Forschung oft angenommen. Am 13. Zudem vermitteln die Ausführungen Fakten, die die Erstellung einer Königsliste zulassen. Die Verfassung der Römischen Republik Grundlagen und Entwicklung 7., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage 1995 Ferdinand Schöningh Paderborn • München • Wien • Zürich. In die Frühphase der Christianisierung, etwa zur Zeit der konstantinischen Wende, fielen weitere bedeutende Kaisererlasse: so die in Teilen erhaltenen gebliebenen und in der Bibliotheca Apostolica Vaticana verwahrten Fragmenta Vaticana aus dem Jahr 320. Den dabei eroberten Gebieten wurden teils abgestufte Selbstverwaltungsrechte eingeräumt, teils wurden sie in römische Provinzen verwandelt. Beim König waren allein die religiösen Funktionen verblieben. Zum Zeichen ihrer Macht trugen sie Rutenbündel, in deren Mittel ein Beil steckt. Die Volkstribunen besaßen das Recht, den Bürgern bei Übergriffen der Magistrate beizustehen und konnten gegen die Maßnahmen aller Magistrate, auch der Konsuln, ihr Veto einlegen. [29] Die Quellen werfen kein deutliches Licht auf die Entwicklungsgeschichte des Verhältnisses zwischen den Konsuln und dem Prätor. Soweit Vulgarrecht, das primär noch auf Gewohnheitsrecht basierte, im Westen des Reiches bis ins Mittelalter prägend blieb, konnte es im Osten durch eine Art klassizistischer Renaissance überwunden werden und hatte seinen Höhepunkt in der kompilierten Kodifikation Justinians.[8]. Die Quellen der erhaltenen Überlieferungen und die Art, wie diese benutzt wurden, werfen häufig Fragen der Glaubwürdigkeit auf. Während Justinian sich von entgegenstehenden Gesetzen arbiträr befreit habe, hätte sein kaiserlicher Wille als Rechtsquelle Formen des Übermaßes angenommen. Jahrhunderts v. Chr. Die Ädilen behielten ihre marktordnenden Funktionen, wohingegen den Quästoren die Verwaltung der Staatskasse entzogen wurde, um sie auf kaiserliche Beamte zu übertragen. erlangten Beschlüsse Gesetzeskraft. Andere Autoren wie beispielsweise Titus Livius verzichteten zudem auf Quellenvielfalt und folgten – häufig kritiklos – allein der bevorzugten Quelle, deren Validität heute im Unklaren liegt. Die Krise war letztlich auch rechtskultureller Art, denn der Ordnungsrahmen, der der klassischen Rechtswissenschaft zu verdanken war, kam gleichsam zum Erliegen. Jahrhundert v. das Christentum annahm und das Christentum in der Zeit der Kaiser Theodosius I., Gratian und Valentinian II. Schwieriger ist dann der Endpunkt der Kaiserzeit zu bestimmen. Jahrhundert v. Chr. Zu Beginn eines Amtsjahres legte der Prätor die Grundsätze der Rechtsanwendung und Rechtsschutzverheißung (Klagen, Einreden und Einwendungen) fest. Als glebae adscripti[159] („an die Erdscholle Gebundene“) wurden sie Sachen gleichgestellt und konnten zusammen mit dem Grundstück veräußert oder vindiziert werden. Titus Livius 1, 34, 8 und 1, 39, 1; Dionysius von Halikarnassos 3, 47 und 4, 2. Auch gab es im antiken Recht Roms keinen Grundsatz der Gewaltenteilung, sodass konstitutive Elemente von Verfassung, Verwaltung und Rechtsprechung in allen praktizierten Staatsformen weitgehend ineinander „verwoben“ erscheinen. [106], Caligulas Nachfolger Claudius interessierte sich für das Rechts- und Gerichtswesen. Demokratisch hingegen aufgebaut waren die Volksversammlungen, zudem dreigliedrig organisiert. [105] Da Augustus das Familienrecht besonders am Herzen lag, verfügte er die leges Iulia und Papia Poppaea, womit er Ehe- und Kinderlosigkeit bekämpfte. Bis 23 v. Chr. Einem altrömischen Recht mit bauernstaatlicher Verfassung (Zwölftafel-Zeitalter und ältere Republik) folgte ein den punischen Kriegen nachgehendes (vor-)klassisches Zeitalter, das in der jüngeren Republik und unter dem Prinzipat hochrangige Rechtswissenschaft hervorbrachte. Die „göttliche“ Komponente des Kaisertitels entsprach einer hellenistischen Tradition und wurde in den Provinzen des Ostens gepflegt. [90], Bereits im 2. „Sed in primis ad fontes ipsos properandum […]“, https://rompedia.wikia.org/wiki/Römische_Verfassung?oldid=19184. Viele der Ideen führt Helmut Coing mittelbar auf Aristoteles zurück,[47] denn die einsetzende Schärfung und Konturierung einzelner Rechtsinstitute sowie deren Veranschaulichung nach dem Prinzip der Bildung begrifflicher Zusammenhänge verweisen auf diesen bedeutendsten Vordenker von Wissenschafts- und Staatstheorie. trat außerdem das Kollegium der Pontifices in den Blick der Öffentlichkeit. Die vielbeachtete Blütezeit des Römischen Reiches unter den Adoptivkaisern (Nerva, Trajan, Hadrian, Antoninus Pius, Mark Aurel und Lucius Verus) fußte sicherlich auf Augustus’ Fundament. Oldenbourg, München 1980. Klasse (Fußsoldaten) bereits über die absolute Mehrheit der Stimmen verfügen, obwohl sie nur einen Bruchteil der im Grunde Stimmberechtigten ausmachen. und severischen (193–235 n. Kann als Handout für die SuS oder als Folie genutzt werden. Cicero führte in seiner Topica einem Freunde (Trebatius) eine ganze Reihe solcher Schlussformen in Anwendung auf juristische Probleme vor. Die Provinzstatthalter verrichteten die Aufgaben ihrer Ämter unter kaiserlicher Zentralverwaltung. Ihn prägender Zeitzeuge der gracchischen Reformbemühungen war Sulla. Während der „mittleren Republik“ nahmen die Pontifices in der Geistlichkeit sukzessive die führende Stellung ein. Geschichte der Römischen Republik. hielt eine athenische Gesandtschaft Lehrvorträge vor der römischen Nobilität. [141] Dem widerspricht die neuere Forschung, hält Mommsen aber zugute, dass er über einen gleichzeitigen Auftritt von Kaiser, Magistratur und Senat irritiert sein musste, zumal erschwerend noch die Rhetorik aus Zeiten der Republik fortbestand. von Kaiser Konstantin dem Großen und dessen Söhnen. Die comitia tributa wollten mit der ungeraden Anzahl an tribūs verhindern, dass Pattsituationen bei Abstimmungen entstehen. Bedeutung erlangte das Amt des interrex später für das interregnum zwischen den Königen und bestand in dieser Form weiter in der Republik fort und zwar für den Fall, dass beide Konsuln vorzeitig aus ihren Ämtern ausgeschieden waren. Er verrichtete kultische Dienste an Janus. Auch Teile der Verfassung wollte er umschreiben, aufgenommen in den leges Iuliae. Eine schriftliche Verfassungsurkunde gab es nie. Unter Kaiser Konstantin wurde Byzanz 326 n. Chr. [60] Romanist Max Kaser zufolge, existierten in Roms Volksordnung zwei unabhängige Legitimatoren: einerseits eine Rechtsordnung, andererseits eine rechtsfreie Machtordnung. das Amt des Konsuls, bereits in Abweichung zur verfassungsrechtlichen Doktrin der Republik, weil er es bis 23 v. Chr. 6 Prätoren sind für die Rechtssprechung zuständig, aufgeteilt in innere und äußere Rechtsangelegenheiten. Auch eine verfassungsreine Herrschaftsform lässt sich nicht feststellen. Paderborn : F. Schöningh, ©1975 (OCoLC)1112075534 476 n. Chr. [9], Die Gründung Roms als befestigte Stadt wird dem kulturellen Einflussbereich der Etrusker im frühen 6. [91] Offensichtlich nutzten die Kaiser dieses Gesetzesmedium rege, denn die ersten beiden kaiserrechtlichen Jahrhunderte waren geradezu geprägt von Senatsbeschlüssen. Heute wird dem Senat nicht mehr bescheinigt, ein gleichwertiges Gegengewicht zum Kaiser gebildet zu haben. bis zu der… Letztere, offiziell nicht kompiliert, fanden sich in wahrscheinlich etwas später erst verfassten Privatsammlungen wieder, vorrangig im Authenticum. Wichtigster Tagungsort war die Curia Hostilia am östlichen Rand des (heutigen) Forum Romanum, nach derer Zerstörung im Jahr 52 v. Die Römische Republik umfasst die Zeit von ca. Das Amt des Prinzeps war durch die Verfassung nicht vorgegeben, bedeutete allerdings Alleinherrschaft. Use features like bookmarks, note taking and highlighting while reading Die Geschichte der Verfassung der römischen Republik (German Edition). Nicht wenige politische Kniffe begleiteten Augustus’ Weg in die Alleinherrschaft. [150], Kritisiert wird, dass die ältere Forschung sich zu sehr auf formale Aspekte konzentrierte und die faktische Umsetzung der Herrschaftsordnung und deren Auswirkungen, die in den Quellen fassbar ist, zu wenig beachtete. Vielmehr hatte er die zwei republikanische Verbote ostentativ verletzt, Verbote die sich gegen das Prinzip der Ämterhäufung (Kumulation) und das der Kollegialität (kein Amtskollege) richteten. Der Römische Senat; 3. aufgekommen war. Es gab 3 grundlegende Institutionen: Rat (Senat), Volksversammlung (Comitia) und Ämter (Magistrat). Chr. Im Krieg und Frieden liegt die Leitung des Staates voll und ganz in den Händen der jährlich gewählten Konsuln, die Charakteristischerweise ging das so vor sich, dass Teilgewalten und Einzelrechte aus den Ämtern ausgegliedert und auf den Kaiser erweitert wurden. Und immer noch war es die Absicht der Überwindung eines Notstands, als Diokletian die wirtschaftspolitisch motivierten Preisverordnungen zu Beginn der Spätantike auf den Weg brachte. [43], Mit dem Sturz des letzten Königs im Jahr 510 v. Chr. Jahrhunderts ist unzulänglich, ebenso die Verwendung des Begriffs des „Verfassungsrechts“ der Gegenwart, denn in beiden Fällen müsste der nachweisliche Bestand einer (qualifizierten) Rechtsordnung vorausgesetzt werden, also ein normatives Konstrukt, das ein politisches System auf seiner höchsten Entscheidungsebene regelt. 6. Er durfte damit dem Senat Bericht erstatten und mehr noch, er durfte Anträge (relationes) stellen; die erwuchsen gleichsam zum Gesetz, denn eines Senatsbeschlusses bedurfte es nicht mehr. Epistulae Nr. [4], Unter sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Gesichtspunkten wird häufig zwischen einer bauernstaatlichen und einer imperialen Phase unterschieden. Die römische Gesellschaft in republikanischer Zeit Parallel zu diesen Ereignissen verlor sich der gesellschaftspolitisch ob seines maßvollen Stils geachtete monarchische Prinzipat an einen schrankenlosen Absolutismus. Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Römisches_Verfassungsrecht&oldid=206172099, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Diese sogenannten Edikte waren trotz unmittelbarer Wirkung im Rechtsalltag keine Gesetze. Die Präfekturen wurden in 14, später 12 Finanzverwaltungen gegliedert, die von vicarii verwaltet wurden und die die Appellationsgerichtsbarkeit (entspricht Rechtsbehelfsverfahren) ausübten. Seine Machtbefugnisse leitete Augustus deshalb weniger aus den amtlichen Befugnissen des imperiums und der potestas ab, vielmehr aus höchstpersönlicher auctoritas,[80] wie er in seinem Tatenbericht, den res gestae divi Augusti wissen ließ.[81]. Kostenlos registrieren und 48 Stunden Die Römische Republik üben . Unter den „Spätrepublikanern“, beschäftigten sich beispielsweise Valerius Antias, Licinius Macer und Claudius Quadrigarius mit dem Königtum. beendet. Chr.) [75] In Ermangelung dieses korrelierenden ordnungsrechtlichen Aspekts muss letztlich konzediert werden, dass der römische Verfassungsbegriff diesen Rechtsbezug nicht benötigte. ". Tatsächlich gelang das dann unter Justinian I. Offiziell als „Wiederherstellung der Republik“ deklariert, hatte er in Wirklichkeit deren dauerhafte Umwandlung in eine Monarchie mit Alleinherrschaft betrieben. Weitere wichtige Funktionen übte der quaestor sacri palatii aus, der Gesetze und andere Anordnungen vorbereitete. Quästoren. An der Spitze der Macht standen während seiner Zeit, Diokletian kam 284 n. Chr. Die Liktoren waren Hilfsmagistrate, welche die Befehle der Beamten durchsetzen und für die Prätoren und Konsuln eine Ehrengarde bildeten. Hallo, ich schreibe demnächst eine Klausur über die römische Geschichte und werde wahrscheinlich die Verfassung der römischen Republik mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland vergleichen müssen.. habe null Ahnung davon, wäre schön wenn mir jemand ein paar Vergleiche schreiben könnte :) Sie waren Staatspriester, die vornehmlich dem Kult und Ritus verpflichtet waren. Verfassung der römischen Republik. Spätestens ab 367 v. Chr. Das staatstheoretische Werk Ciceros, De re publica, enthalte den Nachweis, dass die Befugnisse Romulus’ (auspicia) durch einen ebenbürtigen Senat eingegrenzt gewesen seien, welcher ihm an die Seite gestellt war (…et senatus). Daran schloss die Spätantike an, in der sich gegenläufige Tendenzen im stark rechtsvereinfachenden, postdiokletianischen Vulgarrecht etablierten, Bestandteil des nachklassischen Rechts. und trotz eines rechtsdogmatisch kritischen Zustands bei dieser Verfassungsform. Jahrhundert. Letztlich schützten die vulgarrechtlichen Kompilationen der Spätantike den Ordnungsrahmen noch insoweit, als den massiven juristischen Verständnisproblemen wenigstens ansatzweise abgeholfen werden konnte. Jede Zenturie bildete ursprünglich eine Hundertschaft des Heeres und wurde streng nach einem bestimmten Mindestvermögen einer Klasse zugeteilt. [8], Allerdings stellte sich heraus, dass diejenigen Verfassungsmechanismen, die während der innerrömischen Ständekonflikte tadellos funktioniert hatten, inprobat für ein unangreifbares Weltreich waren. Daraus leitet sich aber ebenso wenig eine Zwangsverwaltung ab wie bei Konstantin, dessen in Diözesen untergliederter Präfekturbetrieb das Maß einer moderater „Bürokratisierung“ nicht überschritten hat. Es wird vermutet, dass mit diesem Konstrukt höchstmögliche Stabilität erzeugt werden sollte. Zu Beginn der Spätantike lag das Gesetzgebungsmonopol ausschließlich beim Kaiser. Die Rompedia ist eine Datenbank, die von jedem bearbeitet werden kann. Fortan wurden plebiscita als leges bezeichnet. Die metaphysische Universallehre der Stoa hielt mit ihr Einzug in die römische Gesellschaft und färbte auch auf die spätrepublikanische Jurisprudenz ab. Die Verfassung entstand aus der des römischen Königreichs und entwickelte sich in den fast fünfhundert Jahren der Republik substanziell und bedeutend - fast bis zur Unkenntlichkeit. Der entscheidende Schritt war die oratio, die „Thronbotschaft“ des Princeps, die zunächst in Abwesenheit, später in seinem Beisein im Senat verlesen wurde. setzte Skirenfürst Odoaker den weströmischen Kaiser Romulus Augustulus ab. Diese errang sie 338 v. Chr. zugeschrieben. Die Verfassung der Römischen Republik book. Mit dem Ersten Punischen Krieg verleibte sich Rom 241 v. Chr. Max Weber folgert daraus,[77] dass es zumindest einige Normen der so definierten Verfassung geben kann, die keine Rechtsqualität, auch keine sonstige allgemeine Anerkennung genießen, obwohl hinter ihnen garantierte und regelkonforme, politische Gewalt ausgeübt wird. Ein Blatt, welches die Verfassung der römischen Republik sehr gut zusammenfasst. In der römischen Verfassung stehen drei Verfassungsorgane nebeneinander: Im Krieg und Frieden liegt die Leitung des Staates voll und ganz in den Händen der jährlich gewählten Konsuln, die aufeinander aufpassen, damit niemand die Macht ergreift und übermütig wird. Die Zentralbehörden des princeps waren zumeist durch zuverlässige und gebildete kaiserliche Freigelassene und Sklaven besetzt worden, ab Hadrian von Angehörigen des Ritterstandes. Jahrhunderts jedoch gesamtstaatliche Christenverfolgungen ein, die unter Diokletian zwischen 303 n. Chr. Er amtierte als rex sacrorum, der bisweilen auch als rex sacrificolus, rex sacrificiorum oder rex sacerdos bezeichnet wurde. Ihre Funktion erschöpfte sich in der formalen Amtsbestätigung von Imperialträgern und der Beteiligung bei zwei klassischen Privatrechtsakten, der adrogatio (Annahme an Sohnes Statt, Adoptivrecht) und dem testamentum calatis comitis (Erbeinsetzungsfragen). Gegenüber dem vielbeachteten römischen Privatrecht, das gelegentliche Kodifikationen erfuhr, war das Verfassungsrecht weitgehend ungeschriebenes Recht. 149 RV in der Weimarer Nationalversammlung by: Kronhagel, Kristian Klaus 1970- Published: (2002) Die Legitimitätskrise der römischen Republik by: Ungern-Sternberg, Jürgen von 1940- Published: (1998) unternahm als erster den Versuch einen Gesamtüberblick zu verschaffen über das seit Alters her wirkende römische Recht.[140]. Beide konnten einen jeweiligen Nachfolger benennen, den sie zu ihrem Mitregenten (Caesar) machten. Möglicherweise zeitgleich erschien der Codex Theodosianus. Prinzipat und späte Kaiserzeit waren gleichermaßen monarchisch, gleichwohl begründet sich die Trennung verfassungsrechtlich aus der andersartigen Struktur der Kaisergewalt. Sie wählten Oberbeamte, die über Krieg und Frieden abstimmten, Gesetzgebungsbefugnisse innehatten und strafrichterliche Kapitalprozesse führten. Immer unschärfer wurde die Trennlinie zwischen bloßen kaiserlichen Äußerungen und Anordnungen mit Gesetzeskraft. Er besann sich bei seiner Gesetzgebung insbesondere in den Jahren 223/4 auf die Hervorhebung moralischer Grundsätze und schärferem Sanktionsrecht im Falle von Ordnungsverstößen, womit er die teils despotische Rechtspraxis seiner severischen Vorgänger korrigierte. Aufgrund ihres unbeugsamen und starren Festhaltens an diesen Grundsätzen kam die Geistlichkeit bis zur Mitte des 2. erneut diktatorische Vollmachten an, die dieser lediglich ablehnte, ausschlaggebend war vielmehr Oktavians Machtverständnis, das er offen kommunizierte. [24] Erst Lucius Tarquinius Priscus und Servius Tullius erhielten als Insigne ihrer Auserwähltheit nochmals ein augurium. [123] Heutzutage relativiert die Forschung viele Aspekte der Kritik an der Vulgarliteratur allerdings. Zur Frage des Verhältnisses von Gewohnheitsrecht und römischem Gesetzesrecht: Humboldt-Universität Berlin: Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht sowie Römisches Recht. Diese Seite wurde zuletzt am 2. Ausgangspunkt dafür soll die von Althistorikern als spätere Erfindung abgetane „Schändung der Lucretia“ gewesen sein,[36] gefeiert als Gründungsmythos der Republik. In der Phase der Republik wurde das Amt zur höchsten Staatsgewalt. [147][148] Trotz seines hohen Sozialprestiges war der Senat sehr inhomogen. Die lex Ogulnia 300 v. Chr. Dessen staatskapitalistischer Dirigismus löste die ebenfalls einst gefeierte liberale Wirtschaftsordnung auf und unterdrückte zunehmend die Bevölkerung; dies in einem Umfeld äußeren wie inneren Verfalls.[125]. Konstantin ließ sich von Prätorianerpräfekten vor Ort vertreten. ein Edikt, das den Christen den Zugang zu öffentlichen Ämtern versperrte, ihre Gottesdienste verbot, die Zerstörung ihrer Gotteshäuser anordnete und ihre heilige Schriften (siehe Märtyrer der heiligen Bücher) verbannte[102] und letztlich ihre Bürgerrechte kassierte. [20] Beim augurium deuteten die Priester des ältesten Priesterkollegiums, die Auguren, nach besonderen Regeln die Zeichen der Götter. Wie seine beiden Vorgänger, war L. Tarquinius Superbus etruskischer, zwei von ihnen gar tarquinischer, Herkunft. [132] Rubin untersuchte die Normativität der byzantinischen Verfassung genauer und zog dabei die geheimgeschichtlichen und durchaus polemischen „Anekdota“ Prokops heran. Die Plebejer h… Die lex iudiciorum publicorum et privatorum regelte Verfahrens-, Straf- und Privatrechtsvorschriften, auch die funktionale Gerichtsbarkeit. Das Christentum, das von den Römern jahrzehntelang als jüdische Sekte angesehen wurde (bis etwa 130 n. Jahrhundert kontrovers diskutiert. In einer dritten Volksversammlung, der städtischen Stammesversammlung, die während der mittleren Republik in 35 tribūs gegliedert war, wurden Ädilen, Quästoren und die vigintisexviri gewählt. [9], Dennoch liefern uns die ausführlichsten Berichte zur römischen Königszeit Titus Livius in seiner „Römischen Geschichte“[10] und der Grieche Dionysios von Halikarnassos in seiner „Römischen Archäologie“,[11] jeweils Quellen aus der zweiten Hälfte des 1. [29] Ädilen, Volkstribune und Quästoren hatten kein Imperium. Dies kam in einem beträchtlich ansteigenden Bedürfnis zur Abfassung von Kaiserkonstitutionen zum Ausdruck. Letztmals geschah das 52 v. Während drei der ersten vier Könige der Frühzeit ihre Funktionen annähernd im Sinne einer heutigen Staatspräsidentschaft ausübten, nahmen die drei auf Lucius Tarquinius Priscus folgenden Herrscher ihre Aufgaben wohl deutlich absolutistischer wahr. Das Prinzip der Monarchie zeige sich im Konsulat, das der Aristokratie im Senat und das der Demokratie in der Volksversammlung. Die Verfassung der Römischen Republik. Der epochalen verfassungsrechtlichen Einteilung stellen sich nachfolgende Kritikansätze entgegen, die nach einer abweichenden Einteilung verlangen. Die Urheberschaft der lex Petronia ist unklar, eingeführt wurde die Sklavenschutzvorschrift während des 1. Prinzipien der römischen Republik Überlege, mit welchen Maßnahmen man eine Alleinherrschaft verhindern könnte. Danach müssen zumindest die ersten drei Könige als solche gedeutet worden sein, Romulus als Stadtgründer, Numa Pompilius als Priesterkönig, Tullus Hostilius als Kriegerkönig. Paderborn, Schöningh 1975. Chr. In diesem Zusammenhang wirft die Forschung zunächst die Frage auf, wie er zur Kaiserzeit zu definieren ist und wie ein Kaiser sich sodann außerhalb der Verfassung platzieren kann.